Heute ist der 2.06.2026, und in Krefeld tut sich einiges. Die Stadt steht vor großen Herausforderungen, vor allem im wirtschaftlichen Bereich. Dies war das zentrale Thema beim kürzlich stattgefundenen Regionalforum, organisiert von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein. Oberbürgermeister Frank Meyer hatte die Gelegenheit, seine Ideen und Maßnahmen vorzustellen, um den Wirtschaftsstandort Krefeld zu stärken. Es ist kein Geheimnis, dass viele Unternehmen sich in einer angespannten Lage befinden. Jürgen Steinmetz, der Hauptgeschäftsführer der IHK, hat das deutlich angesprochen: Die energieintensive Industrie leidet unter internationalen Krisen, hohen Energie- und Arbeitskosten sowie einer überbordenden Bürokratie und Steuerlast. In Krefeld gibt es mittlerweile mehr Firmen, die sich in einer schlechten als in einer guten Geschäftslage befinden.

Die Stadtverwaltung hat zwar wenig Einfluss auf geopolitische Entwicklungen, doch Meyer betont, dass gute Wirtschaftspolitik auf allen Ebenen entscheidend ist. Steinmetz sprach von der Notwendigkeit wirtschaftsfreundlicher Verwaltungsstrukturen, attraktiver Innenstädte und zusätzlicher Gewerbeflächen. Frank Meyer stellte dabei zentrale Maßnahmen vor, die auf lokal beeinflussbare Fragen abzielen, um den Standort Krefeld zukunftsfähig zu machen. Dazu gehören unter anderem eine wirtschaftsfreundliche Verwaltung, Investitionen in Bildung und die Unterstützung von Start-ups. Ein RAL-Gütesiegel für mittelstandsorientierte Kommunalverwaltungen ist ebenfalls in Planung.

Industriefahrplan als Zeichen des Wandels

Krefeld geht noch einen Schritt weiter und hat den ersten „Industriefahrplan 2025 ff.“ vorgestellt. Frank Meyer bezeichnete diesen Fahrplan als „guten Anfang“ und ein „starkes Bekenntnis“ zur Industrie. Das Ganze ist das Ergebnis der „Industrieinitiative Krefeld“, die von verschiedenen Akteuren wie der IHK Mittlerer Niederrhein und KREFELD BUSINESS unterstützt wird. Die Präsentation im Future Work Lab der Hochschule Niederrhein, moderiert von Wirtschaftsdezernent Eckart Preen, war ein Zeichen dafür, dass die Stadt bereit ist, die Herausforderungen der Zukunft anzugehen.

Der Industriefahrplan basiert auf fünf Leitprinzipien, die für die Zukunft entscheidend sein sollen: Die Unterstützung industriegeprägter Neuansiedlungen, schnellere Genehmigungsverfahren, eine (Aus-)Bildungsoffensive zur Förderung von Transformationskompetenz, eine bessere Vernetzung mit Politik und Verwaltung sowie die gesellschaftliche Verankerung der Industrie in Krefeld. Hier wird klar, dass die Initiative darauf abzielt, wichtige Verkehrsverbindungen zu verbessern, die digitale Infrastruktur auszubauen und die Genehmigungsprozesse zu optimieren.

Engagement für die Zukunft

Die Bedeutung eines industriellen Engagements wird von verschiedenen Akteuren hervorgehoben. Steinmetz betont die Notwendigkeit eines industriefreundlichen Stadtrats und einer entsprechenden Verwaltung. Dr. Georg Geier von Siempelkamp Giesserei GmbH fordert einen Bürokratieabbau und Unterstützung für das RAL-Gütezeichen „Mittelstandsfreundliche Kommune“. Die Bildungsinitiative wird ebenfalls von Dr. Thomas Grünewald von der Hochschule Niederrhein und Kerstin Abraham von SWK AG unterstützt. Sie setzen sich für gut ausgebildete Fachkräfte ein, die notwendig sind, um die gesellschaftliche Dimension von Bildung zu betonen.

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Detlef Rennings von Currenta hebt die Bedeutung der Industriearbeitsplätze für den Wohlstand und die Steuereinnahmen hervor. Der Industriefahrplan ist somit nicht nur eine Ansammlung von Ideen, sondern der Startpunkt für eine vertiefte industriepolitische Zusammenarbeit zwischen Stadt, Wirtschaft und Gesellschaft. Krefeld bekennt sich zur Rolle als Industriestadt und hat die Absicht, dies aktiv zu gestalten. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese Maßnahmen auf die wirtschaftliche Lage der Stadt auswirken werden.