Kino für den Klimaschutz: Baden feiert das 13. Klima- und Umweltfilmfestival
Am 1. Oktober 2026 wurde in Baden ein ganz besonderes Event gefeiert: das 13. Klima- und Umweltfilmfestival. Die Veranstaltung fand im beliebten Cinema Paradiso statt und war, wie es sich für ein solches Event gehört, ausverkauft. Die Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli ließ es sich nicht nehmen, die internationalen Gäste – darunter auch Botschaftsvertreter aus Großbritannien – herzlich willkommen zu heißen. Hier spürt man sofort das Engagement der Stadt für Umwelt- und Klimaschutz.
Der Auftaktfilm „Das Gewicht der Welt“, ein deutscher Dokumentarfilm von Florian Heinzen-Ziob, stand im Mittelpunkt der Eröffnungsfeier. Es ist ein Werk, das bereits beim Dok.fest München 2026 seine Weltpremiere feierte und in der Sektion EcoCinema gezeigt wurde. Der Film thematisiert die Erlebnisse dreier Naturwissenschaftler, deren Forschungsgebiete direkt vom Klimawandel betroffen sind. Dabei wird die Ohnmacht der Wissenschaftler angesichts der Ignoranz der Bevölkerung und der Politiker zur Klimakrise eindrücklich dargestellt.
Einblicke in den Film
Nach der Filmvorführung gab es eine spannende Diskussion, die von Aga Trnka-Kwiecinski von der Universität Wien moderiert wurde. Mit auf dem Podium saßen der Regisseur Florian Heinzen-Ziob, Jasmin Duregger von Greenpeace und Daniel Huppmann vom IIASA. Es war faszinierend, den verschiedenen Perspektiven zuzuhören und die Emotionen zu spüren, die diese Diskussionen mit sich brachten. Der Film selbst zeigt nicht nur die Herausforderungen, mit denen die Wissenschaftler konfrontiert sind, sondern auch ihr Streben nach Verantwortung für die Wissensvermittlung – sowohl innerhalb als auch außerhalb akademischer Kreise.
Die Kritiken zum Film sind vielfältig. Joachim Müller-Jung von der FAZ hebt hervor, dass der Film Anstand, Angst und Hoffnung in der Klimakrise behandelt. Im Gegensatz dazu warnt epd Film davor, der Film könnte als „Preaching to the Chorus“ wahrgenommen werden, bietet jedoch überzeugende Argumente für konsequente Handlungen. Das ganz große Thema ist klar: Wie gehen wir mit unserer Verantwortung der Umwelt gegenüber um? Und was tun wir, um die Situation zu verbessern?
Das Festival und seine Bedeutung
Das Festival umfasst insgesamt 27 Veranstaltungen, die sich mit den dringenden Fragen des Umweltschutzes, den Naturschönheiten und der Klimakrise auseinandersetzen. Die Stadt Baden, das Cinema Paradiso und die Energie- und Umweltagentur Niederösterreich sind die treibenden Kräfte hinter dieser wichtigen Initiative. Gerfried Koch, der die Abteilung Energie, Klima und Umwelt leitet, betont die Notwendigkeit der Zusammenarbeit mit Partnern wie dem Klima- und Energiefonds, der Sparkasse Baden und vielen anderen Unterstützern. Das zeigt, wie viel Engagement und Teamarbeit erforderlich sind, um solche bedeutenden Veranstaltungen auf die Beine zu stellen.
Die Filme, die im Rahmen des Festivals gezeigt werden, reflektieren den Einfluss des Menschen auf Tiere, Land, Luft und Meer. Sie stellen grundlegende Fragen über Verantwortung und Handeln in der Gegenwart. Es ist eine Aufforderung, über unseren Umgang mit der Umwelt nachzudenken und inspiriert dazu, selbst aktiv zu werden. Vielleicht können wir so einen kleinen Beitrag zu einer besseren Zukunft leisten.
Wer mehr über das Programm erfahren möchte, kann sich auf der Webseite www.klima-filmtage-baden.at informieren. Es lohnt sich, einen Blick darauf zu werfen! Denn die Themen, die hier angesprochen werden, betreffen uns alle. Und vielleicht können wir gemeinsam etwas bewegen.
