Ruhiges Biowetter in Gmünd: Keine wetterbedingten Gesundheitsbeschwerden erwartet
In Gmünd bleibt das Biowetter am 4.11.2026 ausgesprochen ruhig: Für Mittwoch werden keine wetterbedingten gesundheitlichen Beeinträchtigungen erwartet. Weder das allgemeine Befinden noch Herz-Kreislauf-System, rheumatische Beschwerden, Asthma oder die thermische Belastung sollen durch die Wetterlage relevant beeinflusst werden.
Tagsüber liegen die Temperaturen bei etwa 7 °C, erwartet werden 5 °C in der Früh und maximal 9 °C. Die gefühlte Temperatur beträgt 4 °C. Dazu kommen 68 Prozent Luftfeuchtigkeit, Wind mit 6 km/h und ein UV-Index von 1,06. Für die zweite Tageshälfte empfiehlt sich trotzdem ein Spaziergang oder etwas Bewegung draußen – auch Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen, Rheuma oder Asthma können damit ihre Abwehrkräfte stärken.
Keine Wetterkopfschmerzen, keine Kreislaufprobleme
Die allgemeine Schmerzempfindlichkeit soll sich durch das Wetter nicht verändern. Eine wetterbedingte Zunahme von Kopfschmerzen oder Migräne wird ebenso wenig erwartet wie Beschwerden bei niedrigem Blutdruck. Auch Schwindel oder Mattigkeit dürften ausbleiben.
Die Kombination aus Kälte, relativ hoher Luftfeuchtigkeit und mäßigem Wind gilt für das Herz-Kreislauf-System als weitgehend unbedenklich. Bei Bluthochdruck werden keine wetterbedingten Kreislaufeffekte erwartet, für Menschen mit Angina pectoris sind ebenfalls keine entsprechenden Beschwerden angekündigt.
Rheumatische Beschwerden sollten sich durch die Bedingungen nicht spürbar verschärfen. Das gilt sowohl für degenerative Gelenkbeschwerden als auch für entzündlich-rheumatische Beschwerden. Auch Asthmatikerinnen und Asthmatiker müssen laut Biowetter keine spürbare Belastung der Atemwege befürchten.
Freier Kopf und ruhige Nacht
Psychisch-geistig bleibt der Tag unauffällig: Die Leistungsfähigkeit wird nicht beeinträchtigt, wetterbedingte Stimmungsschwankungen sind nicht zu erwarten. Konzentration und Leistungsfähigkeit sollen unverändert bleiben; erhöhte Reizbarkeit oder motorische Unruhe werden ebenfalls nicht prognostiziert.
Auch der Schlaf soll unter dem Wetter nicht leiden. Die Sonne geht um 07:11 Uhr auf und um 16:56 Uhr unter. Der Mond ist abnehmend, geht um 01:37 Uhr auf und um 14:49 Uhr unter. Dass die Mondphase tatsächlich körperliche oder psychische Prozesse beeinflusst, ist wissenschaftlich allerdings nicht bestätigt.
Was der Klima-Michel dabei misst
Nach dem Klima-Michel-Modell des Deutschen Wetterdienstes besteht keine thermische Belastung; die Bedingungen gelten als komfortabel. Das Modell ist ein vollständiges Wärmehaushaltsmodell. Es berechnet, wie Wärmegewinn und Wärmeabgabe des Körpers bei unterschiedlichen Aktivitäten und Wetterbedingungen im Gleichgewicht bleiben. Der menschliche Organismus hilft dabei mit unwillkürlichen Regulationsmechanismen.
Die gesundheitliche Bedeutung liegt vor allem in der engen Verbindung von Thermoregulation und Kreislaufregulation. Sind die Regulationssysteme nur wenig gefordert, herrscht Behaglichkeit. Mit zunehmender Beanspruchung werden die Bedingungen für den Menschen belastender empfunden. Wärmehaushaltsmodelle zeigen also, welche Anpassungsleistung der Körper an die thermische Umwelt erbringen muss.
Für die Berechnung verknüpft der Deutsche Wetterdienst die atmosphärischen Bedingungen mit dem Energieumsatz einer standardisierten Person, dem „Klima-Michel“. Dieser Michel ist männlich, 35 Jahre alt, 1,75 Meter groß und 75 Kilogramm schwer. Er geht gleichbleibend 4 km/h und passt seine Kleidung zwischen leichter Sommer- und dicker Winterbekleidung an, damit möglichst Behaglichkeit erreicht wird.
Die notwendige Anpassungsleistung wird über die „Gefühlte Temperatur“ beschrieben: Von 0 bis 20 °C reicht der Bereich der Behaglichkeit, unter 0 °C beginnt das Kälteempfinden, über 20 °C das Wärmeempfinden. Die Standardisierung erlaubt eine mittlere Einschätzung und den Vergleich verschiedener Wetterereignisse und Klimata in Raum und Zeit.
Vom Wärmehaushalt zur gefühlten Temperatur
Das Klima-Michel-Modell beschreibt den Wärmehaushalt eines Menschen. Vorgestellt wurde es 1990 von Gerd Jendritzky, heute wird es vom Deutschen Wetterdienst verwendet. Grundlage sind Fangers Behaglichkeitsgleichung und der PMV-Wert von 1972 sowie eine von der Luftfeuchtigkeit abhängige Korrektur für feuchtwarme Bedingungen nach Gagge aus dem Jahr 1986.
Berücksichtigt werden die für den menschlichen Wärmehaushalt relevanten Größen. Das Modell beschreibt, wie ein durchschnittlicher Mensch Behaglichkeit, Wärmebelastung oder Kältestress empfindet. Der modellierte Durchschnittsmensch heißt „Michel“, seine Bekleidung wird jeweils an die Umweltbedingungen angepasst. Als Ergebnis steht eine anschauliche Zahl in Grad Celsius – heute in Gmünd: gefühlte 4 °C.
In der dazu genannten Literatur finden sich Poul O. Fangers Thermal Comfort von 1982, Adolf Gagge u. a. mit A Standard Predictive Index of Human Response to the Thermal Environment aus 1986, Seiten 709–731, Gerd Jendritzky u. a. mit Methodik zur raumbezogenen Bewertung der thermischen Komponente im Bioklima des Menschen (Fortgeschriebenes Klima-Michel-Modell) von 1990 sowie Henning Staiger u. a. mit Gefühlte Temperatur. Die physiologisch gerechte Bewertung von Wärmebelastung und Kältestress beim Aufenthalt im Freien mit der Maßzahl Grad Celsius aus 1997, Seiten 100–107.
