Der SC Oberpullendorf hat die vermeintlich schwierigste Phase der Saison ohne Niederlage überstanden. Aus den vergangenen zwei Spielen nahm der SCO zwei Punkte mit: zunächst ein Unentschieden beim Titelfavoriten Bad Sauerbrunn, danach ein torloses Remis gegen Leithaprodersdorf. Trainer Florian Hotwagner bewertet die Ausbeute angesichts dieser Gegner positiv.

Vor dem Auftritt in Bad Sauerbrunn hatte Oberpullendorf zweimal in Folge nicht punkten können. Beim Titelfavoriten lag sogar der Sieg in der Luft, ehe der SCO spät noch den Ausgleich kassierte. Gegen Leithaprodersdorf wurde es dann eine zähe Angelegenheit. Gerade in der ersten Halbzeit waren die Gäste spielbestimmend und gefährlicher, Torhüter Patrik Erdei musste mehrmals eingreifen. Oberpullendorf, so Hotwagner, musste bis an seine Grenzen gehen.

Serie gibt im Abstiegskampf Halt

Das 0:0 war bereits das vierte torlose Unentschieden des SCO in der laufenden Saison. Entscheidender ist für Hotwagner aber die Entwicklung dahinter: Oberpullendorf ist seit drei Spielen ungeschlagen. Diese Serie sei auch mental wichtig, sagt der Trainer. Im Abstiegskampf kann ein solcher kleiner Puffer im Kopf einiges ausmachen – zumal zuletzt ein Großteil der Konkurrenz angeschrieben hat.

Ein Blick nach Eberau macht die Aufgabe für den Jahresabschluss nicht leichter. Die Mannschaft holte nach wechselhaften Spieltagen aus den vergangenen drei Partien sieben Punkte und erzielte unter anderem beim 4:0 in Neusiedl vier Tore. Hotwagner kennt Eberau aus seiner Vergangenheit und erwartet ein schwieriges Spiel. Die Spielweise des Teams habe sich über Jahre kaum verändert.

Trotzdem ist die Zielsetzung beim SCO klar: Für den Jahresabschluss soll ein Sieg her, drei Punkte gelten laut Hotwagner als Anspruch. Für die verbleibenden zwei Spiele peilt der Trainer im besten Fall sechs Zähler an. Leicht wird das nicht. Aber nach den jüngsten Härteproben ist beim SCO wieder etwas mehr Zuversicht da.

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Am Tabellenende wird es eng

Wie nervös die Lage in der Burgenlandliga ist, zeigt der Blick auf den letzten Spieltag. Der Mattersburger SV 2020 dominierte fast die gesamte Saison und wurde souverän Meister. Unten hingegen entscheidet sich erst am Saisonende, wer den letzten verbleibenden Platz in der Liga verliert.

Der UFC Jennersdorf steht abgeschlagen auf dem letzten Platz und steigt definitiv ab. Um den Klassenerhalt kämpfen ASV Siegendorf, ASK Horitschon und ASKÖ Klingenbach. Vor dem letzten Spieltag sind alle drei Mannschaften punktgleich und belegen die Plätze 13, 14 und 15.

Am Freitag trennten sich Siegendorf und Horitschon im direkten Duell 2:2. Für beide Teams brachte das Remis im Abstiegskampf kaum Vorteile. Horitschons sportlicher Leiter Lukas Poglitsch betonte, die Mannschaft habe trotz des Drucks gut trainiert und konzentriere sich auf die eigene Leistung.

Horitschon spielt seit 30 Jahren in der Burgenlandliga und will die Klasse halten. Auch für ASKÖ Klingenbach steht viel auf dem Spiel. Vorstandsvorsitzender Marco Laubner verweist auf die Geschichte des Vereins: Klingenbach sei ein Traditionsklub und – abgesehen von einer kurzen Unterbrechung – seit rund 20 Jahren in der höchsten Spielklasse des Burgenlands vertreten. Weiterhin sollen Zuschauer im Grenzstadion Landesliga-Fußball sehen können. Am Saisonende wird die Serie eines der drei Teams definitiv reißen.