Heute, am 31.10.2026, führt das Fernsehprogramm nach Kitzbühel: In „SOKO Kitzbühel – Goldrausch“ bekommt das SOKO-Team anonym den Hinweis auf eine Leiche im Wald. Die Folge läuft von 14:00 bis 14:45 Uhr.

Im Bachbett wird der junge Richie Zelko gefunden. Er wurde mit einem Stein erschlagen und tödlich verletzt. Oberleutnant Nina Pokorny und Major Lukas Roither nehmen die Ermittlungen auf – und stoßen bald auf Ärger mit Richies Arbeitgebern Margit und Fredi Söller.

Goldgräber, Geld und ein anonymer Anruf

Das Ehepaar Söller bietet Goldgräberkurse an. Richie soll Geld unterschlagen beziehungsweise abgezweigt und illegal Goldgräbertouren angeboten haben. Während Lukas und Nina die Hintergründe ausleuchten, wird auch der anonyme Anrufer identifiziert: Es ist Tobias, der Sohn von Chefinspektor Alois Kroisleitner. Tobias steckt derzeit in finanziellen Schwierigkeiten – für Kroisleitner eine schockierende Entdeckung.

„Goldrausch“ ist die achte Folge der 18. Staffel und hat eine Laufzeit von 60 Minuten. Die österreichische Original-TV-Premiere lief am 18. Juni 2019 auf ORF 1, die deutsche TV-Premiere folgte am 21. Februar 2020 im ZDF. Die Krimiserie entstand 2019 als Koproduktion von ORF und ZDF, Regie führte Michael Riebl.

Zu sehen sind Jakob Seeböck, Heinz Marecek, Andrea L’Arronge, Ferry Oellinger, Julia Cencig, Veronika Polly, Karin Lischka und Michael Pink.

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Ermittlungen zwischen Bergstadt und Pochlarner Stuben

„SOKO Kitzbühel“ spielt in der Tiroler Bezirksstadt Kitzbühel und ihrer Umgebung. Im Mittelpunkt stehen die Ermittlerteams, die meist ungewöhnliche und komplexe Mordfälle bearbeiten. Weil Kitzbühel als Urlaubsziel prominenter Personen gilt, führen die Spuren nicht selten in Kreise der gehobenen Gesellschaft.

In den Staffeln 14 bis 20 bilden Nina Pokorny und Lukas Roither das zentrale Team. Pokorny kam von einer Wiener Polizeieinheit, wo sie als verdeckte Ermittlerin gegen die organisierte Kriminalität tätig war. Mit Roither verbindet sie eine gemeinsame Vergangenheit. Ende der 16. und während der 17. Staffel erkennen beide ihre Gefühle füreinander, beschließen aber zunächst, ihre Beziehung als Freundschaft zu behandeln. Ab der 18. Staffel trägt Nina den Dienstrang Oberleutnant.

Unterstützt werden die Zivilbeamten von der uniformierten Kitzbüheler Polizei, besonders von Chefinspektor Alois Kroisleitner, der bis Folge 263 mitwirkte. Eine wichtige Rolle spielen außerdem Gräfin von Schönberg und Hannes Kofler. Die beiden sind eng befreundet; die Gräfin ist Stammgast in Koflers Lokal, den Pochlarner Stuben. Kofler ist ein ausgezeichneter Koch, betreibt einen Catering-Service für die gehobene Gesellschaft und ist der Vater von Karin Kofler.

Die Pochlarner Stuben dienen den Polizeibeamten regelmäßig als Treffpunkt, wenn laufende Fälle besprochen werden. Kofler und die Gräfin erhalten dabei mitunter polizeiliche Interna und ermitteln auf eigene Faust. Ihre Methoden bewegen sich teilweise am Rand der Legalität, bringen beide wiederholt in schwierige Situationen und erschweren gelegentlich die Polizeiarbeit – liefern aber häufig auch Hinweise zur Aufklärung.

Eine Serie mit langer Geschichte

Die österreichische Krimiserie ist ein Ableger der deutschen Reihe „SOKO 5113“, die später „SOKO München“ hieß. Die Produktionsgesellschaft beo-Film stellte die Serie ab 2001 her, ab 2017 übernahm Gebhardt Productions. Die Erstausstrahlung begann am 15. November 2001 auf ORF eins. Seit Januar 2003 liefen die Folgen im deutschen Vorabendprogramm des ZDF, seit September 2011 wiederholte das ZDF werktags ältere Episoden neben anderen älteren SOKO-Serien.

Mit bis zu 1,3 Millionen Zuschauern gehörte „SOKO Kitzbühel“ zu den erfolgreichsten österreichischen Krimiproduktionen. Viele Folgen wurden auf YouTube veröffentlicht, die ersten drei Staffeln waren ab November 2012 auf MyVideo verfügbar. Außerdem wurde die Serie unter anderem nach Finnland und Italien verkauft. Gesprochen wird überwiegend Hochdeutsch – obwohl das mit der sprachlichen Realität Tirols nicht ganz zusammenpasst.

Nach dem Ausstieg von Kristina Sprenger wurde im Februar 2014 Julia Cencig als neue Hauptdarstellerin angekündigt. Die 14. Staffel mit ihr wurde von April bis Oktober 2014 gedreht und ab dem 24. Februar 2015 ausgestrahlt. Karin Kofler hatte sich zuvor aus privaten Gründen beurlauben lassen; in der ersten Folge der 14. Staffel heißt es, sie sei auf einer längeren Reise. Vorausgegangen war Lukas Roithers schwere Verletzung am Ende der 13. Staffel: In „Vergeltung (1)“ wurde er durch zwei Schüsse getroffen, Karin gab sich dafür die Schuld. Nachdem sie in „Ein gutes Team“ einen erweiterten Suizid nicht verhindern konnte, beantragte sie eine Freistellung, die genehmigt wurde.

Auch Klaus Lechner verließ Kitzbühel und wechselte nach Graz in den Innendienst, um mehr Zeit für seine Familie zu haben. Nach rund zehn Jahren im Innendienst quittierte er diesen erneut aus familiären Gründen und wechselte 2021 nach Wien, wo er Simon Steininger ersetzte. In Folge 63, „Sein letzter Fall“, schied Andreas Blitz, gespielt von Hans Sigl, aus und arbeitete künftig als Zielfahnder in Wien. Folge 110, „Todesängste“, brachte Klaus Lechners Abschied aus privaten Gründen; ersetzt wurde er durch Lukas Roither.

Zum Ensemble und zu den Gästen zählten zahlreiche bekannte deutschsprachige Schauspieler, darunter Isabel Karajan, Francis Fulton-Smith, Huub Stapel, Edita Malovčić, Max Tidof, Nina Bott, Ilja Richter, Ruth Maria Kubitschek, Fritz Karl und Valerie Niehaus. Michael Steinocher erhielt für seinen Gastauftritt 2008 einen Undine Award.

Die ersten Staffeln und die ersten vier Folgen der zweiten Staffel erschienen am 26. Mai 2011 auf einer Doppel-DVD, später wurden die Folgen 1 bis 196 auf DVD veröffentlicht. Der ORF kündigte am 14. Juli 2020 an, die Serie nach Abschluss der 20. Staffel einzustellen. Die letzten 13 Folgen liefen im ORF bis zum 14. Dezember 2021 und in Deutschland ab dem 7. Januar 2022. Von Mai bis September 2021 wurde bereits die erste Staffel der Nachfolgeserie „SOKO Linz“ gedreht. „SOKO Kitzbühel“ endete nach 20 Staffeln und 270 gelösten Fällen.