Waidhofen an der Ybbs, 31. Oktober 2026 – Die Wieselburger Bar „Lukas Drink.Eat.Chill“ hat es als Neueinsteiger unter die fünf bestplatzierten Bars Niederösterreichs geschafft. Ausgezeichnet wurde sie im neuen Falstaff Barguide 2027, der die besten Bars in Österreich, Deutschland und der Schweiz vorstellt.

Die Rangliste entsteht aus Empfehlungen der Falstaff-Community und den Bewertungen unabhängiger Falstaff-Tester. Bewertet wird nach einem 100-Punkte-System. Die höchste Auszeichnung sind vier Cocktailgläser – dafür braucht es 95 bis 100 Punkte. Insgesamt erreichten 103 Bars im deutschsprachigen Raum diese Bestwertung.

Mehr Auswahl zwischen Manhattan und Low ABV

Der neue Guide reagiert auch auf veränderte Trinkgewohnheiten. Angebote mit niedrigem Alkoholgehalt, kurz „Low ABV“, sind in Bars längst etabliert und stehen neben klassischen Cocktails wie einem Manhattan. Wein- und Cocktailbars richten sich eng nach den Vorlieben ihrer Kundschaft. Das Ausgehen selbst bleibt trotz negativer Entwicklungen und mancher Befürchtungen beliebt.

Rund 100 Cocktailbars und 30 Weinlokale wurden in den Falstaff Bar Guide aufgenommen. Mit nun etwa 1.500 Einträgen gilt er als bislang umfassendste Zusammenstellung der besten Adressen in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Erstmals finden sich außerdem ausgewählte Lokale aus der Slowakei und den nordischen Ländern darin.

Weniger Alkohol, aber nicht weniger Fragen

Wie stark sich der Trend zu „No und Low“ in Österreich bereits auswirkt, untersucht Hanno Settele in der ORF-1-Sendung „Dok 1: Ausgetrunken – Abschied vom Alkohol“. Ausgestrahlt wird sie am 23. September 2026 um 20:15 Uhr, außerdem ist sie auf ORF ON verfügbar. Österreich gilt weiterhin als Land mit hohem Bier-, Wein- und Schnapskonsum – der Pro-Kopf-Konsum sinkt allerdings, besonders bei jungen Menschen.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Folgen reichen in die Gastronomie, ins Nachtleben, in die Getränkeproduktion und in die Feierkultur. Der Nachtclub „Till“ in Neulengbach schloss im Mai 2026 endgültig. Betreiber Matthias Czepa führt das unter anderem auf das veränderte Ausgehverhalten junger Menschen zurück, sieht in passenden Programmen aber eine Möglichkeit, das Publikum wieder zurückzugewinnen.

Auch Barkeeper Manfred Janko vom Lokal „La Bodega“ beobachtet nach 43 Jahren hinter der Bar einen Wandel: Junge Menschen gehen seltener spontan aus und geben mehr Geld für Essen als für Getränke aus. In Villach hat die „Luna Bar“ das Lokalsterben in der Innenstadt überlebt. Seit der Corona-Zeit gehen junge Menschen laut dem Beitrag seltener aus und trinken häufiger zu Hause vor – der erste Abend beginnt also oft schon in der Wohnung.

Zwischen Kirchtag, Wein und Ecstatic Dance

Ganz verschwunden ist der Alkohol freilich nicht. Beim Villacher Kirchtag, Österreichs größtem Brauchtumsfest, und beim Frequency Festival in St. Pölten wird weiterhin deutlich Alkohol konsumiert. Parallel dazu besucht Settele die erste Wein-Entalkoholisierungsanlage Österreichs im Weingut Toifl, die mit einer Investition von mehreren Millionen Euro errichtet wurde.

Weitere Stationen der Sendung sind eine alkoholfreie Weinverkostung im Getränkeladen „Kein&Low“ und die Veranstaltung „Ecstatic Dance“. Dort steht Tanzen als rauschähnliches Erlebnis ohne Substanzen im Mittelpunkt – Schweiß, Musik, Bewegung, aber eben kein Alkoholglas in der Hand.

Während der Alkoholkonsum sinkt, steigt laut dem Beitrag der Konsum synthetischer Drogen wie Kokain. Damit bleibt die Frage offen, ob Österreich tatsächlich eine nüchternere Zukunft entwickelt oder Alkohol weiterhin eine zentrale Rolle in der gesellschaftlichen Feierkultur spielt. In Wieselburg wird inzwischen jedenfalls beides mitgedacht: der klassische Cocktail und die Variante mit weniger Umdrehungen.