Wien bekommt eine neue Publikumsmesse für Uhren und Schmuck: Die „Watches and Diamonds Vienna“ findet erstmals am 14. und 15. November 2026 im Museum für angewandte Kunst (MAK), Weiskirchnerstraße 3, 1030 Wien, statt. Mehr als 100 Aussteller sollen dort hochwertige Uhren, exklusiven Schmuck und zeitgenössisches Design zeigen.

Die Veranstaltung tritt die Nachfolge der ehemaligen „Die Presse“-SCHAU an und knüpft an die vor rund 25 Jahren begründete Tradition der Viennatime an. Diese war bereits von 2009 bis 2013 im MAK zu Gast. Zuletzt präsentierte das Haus Ausstellungen der Schmuckhäuser Cartier sowie Van Cleef & Arpels.

Mechanische Meisterwerke und Wiener Goldschmiedekunst

Nach Angaben der Veranstalter ist die Messe mit mehr als 100 Ausstellern die größte Publikumsveranstaltung für Uhren und Schmuck in Europa außerhalb der großen Branchenevents in Genf. Das Konzept richtet sich an Uhren- und Schmuckinteressierte: Renommierte Marken, unabhängige Manufakturen, außergewöhnliche Designs, präzise Zeitmesser, feine Schmuckstücke und zeitgenössische Kreationen treffen aufeinander.

Im Uhrenbereich sind unter anderem Jaeger-LeCoultre, Franck Muller, Zenith, Longines, Chronoswiss, Ressence, Favre Leuba, Oris, Czapek und Rado vertreten. Aus der deutschen Uhrenregion Glashütte kommen Moritz Grossmann, Nomos Glashütte, Tutima Glashütte, Mühle Glashütte und Union Glashütte. Weitere unabhängige Uhrenmarken und Spezialisten ergänzen das Feld. Zu sehen sind mechanische Meisterwerke ebenso wie technische Innovationen.

Bei den Schmuckausstellern stehen neben Wiener Goldschmiedebetrieben unter anderem Messika, Roberto Coin, Serafino Consoli, Bigli, Adolfo Courrier, Marco Bicego, Recarlo, Copin, Girello, Chimento, Schaffrath und Niessing auf der Liste. Das Spektrum reicht von klassischer Juwelierskunst und modernem Design bis zu Diamant- und Edelsteinkreationen – also von sorgfältig gearbeiteten Einzelstücken bis zu zeitgenössischen Kollektionen.

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Die Messe soll traditionelle Handwerkskunst mit Innovation verbinden. Besucherinnen und Besucher können Materialien, Verarbeitung und Haptik vor Ort kennenlernen, Neuheiten aus nächster Nähe betrachten und sie direkt mit Markenvertretern, Uhrmachern, Schmuckexperten und anderen Fachleuten besprechen. Wer genauer hinschauen will, kann sich außerdem über die Geschichte, die Handwerkskunst und die Innovationen hinter den Kollektionen informieren. Gerade bei Uhren wirkt manches erst dann richtig, wenn man das leise Ticken und die winzigen Details vor Augen hat.

Öffnungszeiten, Eintritt und ReiseSalon

Geöffnet ist am Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet 20 Euro. Tickets sollen unter diepresse.com/club erhältlich sein. Parallel findet vom 13. bis 15. November im MAK der ReiseSalon statt.

Für Wien ist die neue Messe ein Publikumsformat mit internationaler Besetzung, während der Blick in der Branche schon weiter reicht. Die INHORGENTA findet vom 19. bis 22. Februar 2027 statt und wird als führende europäische Plattform für Schmuck, Uhren und Edelsteine vorgestellt.

Die größere Branchenbühne in München

Dort werden aktuelle Designs und Trends, Innovationen der Branche sowie Kollektionen verschiedener Anbieter präsentiert. Zu den Teilnehmern zählen Juweliere, Schmuckexperten, Händler, Hersteller, Medienvertreter und Branchen-Influencer. Sie kommen zum Kennenlernen von Kollektionen, zum Aufbau von Geschäftsbeziehungen und zum Erwerb von Branchenwissen zusammen.

Die INHORGENTA versteht sich außerdem als Plattform für aufstrebende Talente, junge Designer und kreative Start-up-Manufakturen. Ihre erste Ausgabe fand im Februar 1974 statt und erreichte laut Veranstalter sofort eine Platzierung unter den fünf weltweit führenden Branchenplattformen für Fachbesucher.

Die genannten Kennzahlen sind entsprechend groß: 1.200 Marken aus 35 Ländern, 25.000 Fachbesucher aus rund 100 Ländern, 55 internationale Aussteller und sechs Hallen mit mehr als 64.000 m² Ausstellungsfläche. In Wien geht es im November dagegen zunächst um den direkten Kontakt – um Glasvitrinen, glänzende Steine, feine Mechanik und Gespräche, bei denen man ruhig auch einmal länger bei einem Stück stehen bleibt.