In der Klinik Landstraße in Wien wird nicht nur geheilt, sondern auch köstlich und nachhaltig genossen. Hier ist die Ernährung ein zentraler Bestandteil der Therapie und Genesung. Mit einem beeindruckenden Angebot von täglich 2.200 frisch zubereiteten Portionen für Patienten, Mitarbeiter und selbst für den Betriebskindergarten wird das Thema Ernährung ernst genommen. Es ist nicht nur eine Frage des Sattwerdens, sondern auch der Gesundheit. Und das schmeckt man!

Das Küchenteam und die Diätologen der Klinik arbeiten Hand in Hand und kreieren täglich 30 verschiedene Kostformen, die allesamt den hohen Ansprüchen an die Ernährung gerecht werden. Das Besondere? Der Bio-Anteil der verwendeten Lebensmittel liegt bei bemerkenswerten 46 %. Das ist nicht nur eine Zahl, sondern ein klares Bekenntnis zu einer nachhaltigen und gesunden Lebensweise. Tamara Đorđević, die Abteilungsleiterin der Küche, stellt stolz fest, dass jährlich 51 Tonnen Gemüse (darunter 21 Tonnen Kartoffeln) und 38 Tonnen Obst verarbeitet werden. Das sind ganz schön viele Vitamine!

Gesunde Vielfalt für jeden Bedarf

Die Speisepläne sind maßgeschneidert und berücksichtigen die Bedürfnisse von Patienten mit unterschiedlichen Erkrankungen. Allergien, Unverträglichkeiten oder spezielle Ernährungsweisen wie vegetarische oder vegane Kost werden dabei nicht nur blind beachtet, sondern aktiv in die Planung integriert. Die Einführung neuer vegetarischer Gerichte und fleischfreier Tage pro Woche zeigt, dass die Klinik auch in Sachen Nachhaltigkeit mit der Zeit geht.

Qualität steht an oberster Stelle, und deshalb finden tägliche Qualitätskontrollen der Speisen durch Diätologen statt, bevor sie auf die Teller kommen. Mit einem speziellen Analyse-Tool wird zudem eine detaillierte Auswertung von Lebensmittelartikeln durchgeführt, sodass die Klinik Landstraße im ersten Quartal 2026 mit einer Bio-Quote von 46 % glänzen kann. Damit liegt sie über dem Durchschnitt des Wiener Gesundheitsverbundes, der bei etwa 40 % liegt. Peter Kotzan, Warengruppenmanager und Nachhaltigkeitskoordinator, hebt das enorme Potenzial der pflanzenbasierten Ernährung hervor und sieht darin einen wichtigen Schritt in die Zukunft.

Gemeinschaftsverpflegung als Schlüssel

Die Klinik Landstraße ist nicht nur ein Ort der Heilung, sondern auch ein Beispiel für erfolgreiche Gemeinschaftsverpflegung. Hier wird deutlich, dass die Auswahl und Präsentation von Lebensmitteln einen direkten Einfluss auf die Essgewohnheiten der Menschen hat. Der Begriff der Ernährungsumgebung umfasst nicht nur die Verfügbarkeit von Lebensmitteln, sondern auch soziale und politische Aspekte, die eine Rolle spielen. In der Klinik wird versucht, durch ausgewogene Gerichte und durchdachte Maßnahmen eine attraktive und gesunde Ernährung zu fördern.

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Essen ist mehr als nur Nahrungsaufnahme. Oft sind es unbewusste Entscheidungen, die darüber bestimmen, was auf unseren Tellern landet. Hier kommt das Prinzip des Nudgings ins Spiel: Gesunde und nachhaltige Gerichte werden prominent platziert oder farblich markiert, um die Wahl zu erleichtern. Eine solche Strategie kann helfen, das Essverhalten in eine positive Richtung zu lenken, ohne dabei zu bevormunden.

Die Partizipation aller Beteiligten an der Verpflegung ist entscheidend für den Erfolg der Maßnahmen. Besonders wichtig ist es, die Patienten, Mitarbeiter und auch die Kinder im Betriebskindergarten einzubeziehen, damit sie sich mit der Mensa identifizieren und die positiven Aspekte einer gesunden Ernährung erkennen. Die Klinik Landstraße zeigt, dass nachhaltige Ernährung nicht nur gut für die Gesundheit ist, sondern auch Spaß machen kann!