Wien. Die Einkaufsstraßen der Stadt bleiben ein teures Pflaster – und zugleich erstaunlich gut gefüllt. Der aktuelle Retail-Marktbericht von Otto Immobilien erfasst knapp 500 Geschäfte in den wichtigsten Wiener Einkaufsstraßen. Zusammen kommen sie auf rund 203.000 m² Verkaufsfläche.

Im Beobachtungszeitraum von November 2025 bis Oktober 2026 wurden allerdings deutlich weniger Flächen neu vermietet als im Jahr davor. Der Markt bewegt sich also, nur langsamer. In den besten Lagen steigen die Preise trotzdem weiter.

Spitzenmieten ziehen an

Am Kohlmarkt inklusive Goldenem Quartier liegt die Spitzenmiete bei 590 €/m². 2025 waren es noch 570 €/m². Am Graben kletterte der Wert von 620 auf 630 €/m². Auf der Mariahilfer Straße werden 170 €/m² erzielt – ein Anstieg um 6,3 Prozent.

Beim Leerstand zeigt sich ein gemischtes Bild. Auf der Mariahilfer Straße sank er von 3,8 auf 3,3 Prozent. Kohlmarkt und Graben sind nahezu vollständig vermietet. Anders die Kärntner Straße: Dort stieg der Leerstand von 0,2 auf 2,1 Prozent.

Der Grund dafür liegt vor allem in der vorübergehend leer stehenden Fläche des ehemaligen Benetton-Multistores in der Kärntner Straße 43. Die kleinere Benetton-Filiale in der Kärntner Straße 14 hat inzwischen Lululemon übernommen.

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Weniger Neuvermietungen, internationale Marken bleiben

Auf der Mariahilfer Straße wurden rund 5.400 m² neu vermietet, nach 11.700 m² im Vorjahr. In den A-Lagen der Inneren Stadt waren es rund 2.400 m², verglichen mit 4.000 m² davor.

Trotz der geringeren Flächenumsätze geht in den Toplagen der Inneren Stadt einiges weiter. Loro Piana übernimmt den früheren Dior-Standort am Kohlmarkt. Juwelier Wellendorff sicherte sich eine Ecklage. Hackett London und Zimmermann mieteten Flächen im Goldenen Quartier.

Am Graben ist nach einem temporären Multi-Label-Store von Bucherer eine neue Rolex-Boutique geplant. Diptyque Paris eröffnete ebenfalls einen neuen Standort. Zwischen Schaufenstern, Baustellen und den üblichen Einkaufstaschen bleibt dort kaum Zeit für Stillstand.

Mariahilfer Straße bleibt gefragt

Auch der Ausbau der U-Bahn-Linien U2 und U5 ändert daran wenig: Die Mariahilfer Straße bleibt ein gefragter Handelsstandort. Die Drogeriekette Normal eröffnete im Frühjahr 2026 eine Filiale. TK Maxx vergrößerte seine Verkaufsfläche auf rund 4.300 m².

Neu dazugekommen sind außerdem die Gastronomiebetriebe Max & Benito und die Patisserie Kashtan. Der Duft von Essen, Kaffee und süßem Gebäck gehört damit noch stärker zum Straßenbild – neben Einkaufssackerln, Straßenlärm und dem ständigen Kommen und Gehen.

Gastronomie, Beauty, Fitness und Entertainment gewinnen generell als ergänzende Frequenzbringer an Bedeutung. Nicht jede Fläche muss offenbar nur Waren verkaufen; sie soll Menschen anlocken, sie länger in der Gegend halten und idealerweise auch dann funktionieren, wenn gerade niemand dringend ein neues Kleidungsstück braucht.

Ein Bericht mit begrenztem Zusatzmaterial

Die vorliegenden Angaben stammen aus dem Retail-Marktbericht von Otto Immobilien und beziehen sich auf Wien sowie den Zeitraum November 2025 bis Oktober 2026. Das zusätzlich bereitgestellte PDF von Otto Immobilien vom 3. November 2026 enthält im vorliegenden Material keine lesbaren Nachrichteninhalte, sondern komprimierte PDF-Daten aus einem Binär-/FlateDecode-Stream. Eine sachliche Ergänzung oder Zusammenfassung daraus ist daher nicht möglich.