„Republikanisches Jahr“ und Freiburger Abwehrarbeit: Ein Ticker zwischen Jugendpolitik und Europacup
Guten Morgen aus Baden. Heute, am 6. November 2026, stehen im Newsticker Themen zur Zukunft, zu Verkehrsproblemen, Generationenperspektiven, Spitznamen und Filmklassikern auf dem Programm. Verantwortlich für den Ticker ist Oliver Linsenmaier.
Politisch beginnt der Tag mit einem Vorschlag von Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne): Er fordert einen allgemeinen Pflichtdienst für junge Menschen. Seine Idee nennt er ein „republikanisches Jahr“. Die Jugendlichen sollen selbst wählen können, in welchem Bereich sie sich engagieren. Der Dienst solle nicht als Zwang empfunden werden. Als möglichen Anreiz bringt Özdemir einen kostenlosen Führerschein ins Gespräch.
„Gen Z regelt“ im Landtag
Auch die Proteste unter dem Motto „Gen Z regelt“ waren Thema im baden-württembergischen Landtag. Jugendorganisationen konnten erstmals an einer Debatte teilnehmen. Abdi Ahmed, Vorsitzender des Landesjugendbeirats, bezeichnete den Termin als wichtigen Auftakt.
Am Wochenende hatten Zehntausende junge Menschen in Baden-Württemberg demonstriert und Forderungen an die Politik gerichtet. Nun saßen Vertreterinnen und Vertreter der Jugendorganisationen erstmals direkt bei einer Debatte im Landtag dabei – ein ungewohnter Anblick, aber wohl längst überfällig.
Freiburg verteidigt knappen Sieg
Sportlich durfte der SC Freiburg in der Nacht jubeln: Am 5. November 2026 gewann die Mannschaft ihr Auswärtsspiel in der Ligaphase der UEFA Conference League bei Trabzonspor mit 1:0 (1:0). Lukas Kübler erzielte das entscheidende Tor in der 14. Minute. Freiburg rückte damit vorläufig auf Platz 11 der Ligaphasen-Tabelle vor.
Die Freiburger starteten mit hohem Pressing und bestimmten zunächst das Geschehen. In der 12. Minute verfehlte Maximilian Eggestein das Tor mit einem Schuss aus rund 18 Metern. Zwei Minuten später staubte Kübler ab: Trabzonspors Torwart André Onana hatte zuvor einen Kopfball von Igor Matanovic pariert.
Das 2:0 lag kurz darauf in der Luft. Matanovic scheiterte in der 21. Minute nach Zuspiel von Philipp Lienhart jedoch am blockenden Chibuike Nwaiwu. Danach wurde Trabzonspor stärker. Mohamed Salah setzte in der 26. Minute einen Freistoß über das Freiburger Tor, ehe er in der 40. Minute die nächste große Möglichkeit vergab: Salah setzte sich gegen Jordy Makengo durch und schoss aus etwa elf Metern über das Tor. Freiburg antwortete noch vor der Pause, Vincenzo Grifo verfehlte in der 43. Minute mit einem Schlenzer knapp das Ziel.
Nach dem Seitenwechsel prägten zunächst intensive Zweikämpfe die Partie, klare Chancen blieben aus. In der 61. Minute musste Freiburgs Torwart Mio Backhaus sein Können zeigen und verhinderte aus kurzer Distanz gegen Salah den Ausgleich. Paul Onuachu hatte den Ball nach einer Ecke in den Fünfmeterraum verlängert.
In der Schlussphase geriet Freiburg zunehmend unter Druck, Trabzonspor kontrollierte das Spiel. Die Freiburger Defensive ließ aber keine weitere klare Torchance zu und brachte den Auswärtssieg über die Zeit. Kein glanzvoller Abend, eher einer mit angezogenen Schultern und viel Arbeit bis zum Schlusspfiff – aber genau solche Partien zählen am Ende.
Am Sonntag, dem 8. November, tritt der SC Freiburg um 17:30 Uhr in der Bundesliga gegen Union Berlin an. In der Conference League geht es am 26. November um 21 Uhr zu Hause gegen Twente Enschede weiter.
