Sturm gegen Salzburg: Spitzenspiel unter dem Druck der Verfolger
Heute, am 8. November 2026, wird es in Graz laut: Sturm empfängt um 17:00 Uhr Red Bull Salzburg zum Spitzenspiel der 12. Runde der österreichischen Bundesliga. Der angegebene Spielstand lautet „-:-“, die Partie ist noch nicht als beendet markiert.
Beide Mannschaften kommen ohne Rückenwind aus dem Europacup. Sturm Graz verlor gegen Celje mit 2:3, Salzburg unterlag Anderlecht 0:2. In der Tabelle stehen die Grazer auf Platz vier, Salzburg ist Zweiter. Der Druck kommt dabei nicht nur von oben: Mit LASK und Rapid sitzen zwei Tabellennachbarn im Nacken.
Sturm braucht eine Reaktion
Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch fordert vor der Länderspielpause eine Reaktion. Zuletzt habe die mentale Frische gefehlt, gegen Celje führten kapitale Eigenfehler zur Niederlage. Gleichzeitig kann der Verein mehrere verletzte Schlüsselspieler nur schwer ersetzen, darunter Otar Kiteishvili. Gizo Mamageishvili kehrt voraussichtlich in den Kader zurück, auch weitere angeschlagene Spieler könnten wieder einsatzbereit sein.
Salzburg musste in Anderlecht auf drei Stammspieler der Viererkette und Offensivspieler Sota Kitano verzichten. Trainer Danny Röhl will die Defensivarbeit verbessern und gegnerische Teams weiterhin möglichst weit vom eigenen Tor fernhalten. Er erwartet ein Spiel, in dem Zweikämpfe und zweite Bälle den Takt vorgeben.
Das jüngste Duell ging nach einem zwischenzeitlichen Rückstand und einer Roten Karte für Sturm mit 3:0 an Salzburg. In Graz wartet Salzburg allerdings seit vier Spielen auf einen Sieg. Unter Ingolitsch ist Sturm in Liga-Heimspielen noch ungeschlagen. Die Salzburger wiederum haben in dieser Saison noch keine Niederlage kassiert und Rapid bereits mit 5:1 sowie den LASK mit 3:1 besiegt. Viel mehr Spannung passt kaum in 90 Minuten.
Das Spiel ist für Sonntag, 8. November 2026, um 17:00 Uhr angesetzt. Die weiteren Partien des 12. Spieltags: Rapid Wien gegen Wolfsberger AC wurde am 6. November um 19:30 Uhr bereits beendet. Am 7. November folgten Austria Lustenau gegen den Grazer AK um 17:00 Uhr und SV Ried gegen den LASK um 19:30 Uhr, beide ebenfalls beendet. Am heutigen 8. November stehen außerdem TSV Hartberg gegen SCR Altach um 14:30 Uhr sowie WSG Tirol gegen Austria Wien, ebenfalls um 14:30 Uhr, auf dem Programm.
Austria will in Innsbruck anschreiben
Für Austria Wien geht es beim Tabellensiebenten WSG Tirol in Innsbruck um den ersten Sieg im dritten Spiel unter Trainer Max Uhlig. Nach der Derby-Niederlage gegen Rapid stehen die Wiener auf dem vorletzten Tabellenplatz. Zehn Tore in elf Runden sind eine magere Ausbeute. Uhlig ließ deshalb in dieser Woche besonders an der Chancenverwertung und am Spiel im letzten Drittel arbeiten.
Noah Botic soll nach fast einjähriger Verletzungspause bei den Young Violets Spielpraxis sammeln. Nach der Länderspielpause könnte er wieder für die Profimannschaft infrage kommen. Das Saisonduell in Wien gewann die WSG mit 1:0.
In den vergangenen sechs Runden holte Tirol nur gegen Schlusslicht WAC drei Punkte. In fünf Heimspielen gab es drei Remis, der erste Heimsieg lässt also noch auf sich warten. Trainer Philipp Semlic möchte bis zur Winterpause den Vorsprung auf die Abstiegsplätze vergrößern und den Rückstand auf die vorderen Plätze verringern. Auf den Tabellensechsten Ried fehlen derzeit vier Punkte.
Nicolai Baden Frederiksen und Thomas Sabitzer sind nach Verletzungen wieder fit. Semlic erwartet wegen des Trainerwechsels eine offensiver ausgerichtete Austria und sieht seine Mannschaft nicht als klaren Favoriten. Ein bisschen Vorsicht schadet da wohl nicht.
Hartberg gegen Altach mit klarer Serie
Der TSV Hartberg ist gegen Altach seit elf Spielen ungeschlagen. Seit dem 2:1-Auswärtssieg in Altach in der vierten Runde punktete Hartberg in allen Spielen – mit einer Ausnahme: beim Gastauftritt bei Rapid blieb die Mannschaft ohne Zähler.
Trainer Markus Schopp will sich trotz der guten Ergebnisse nicht zurücklehnen und die Mannschaft spielerisch weiter verbessern. Altach hat sich nach einer zwischenzeitlichen Ergebniskrise stabilisiert. Ognjen Zaric sieht sein Team zur Halbzeit des Grunddurchgangs im Soll.
Sieben Punkte liegen Hartberg vor Altach. Zaric führt den Rückstand auch auf den Teamgeist und die klare Spielidee des TSV zurück und hält Platz fünf deshalb für zurecht verdient. Bei Altach können Benedikt Zech und Patrick Greil wieder eingesetzt werden. Zaric erwartet ein ausgeglichenes Spiel und sieht auch seine Mannschaft in guter Form.
In Graz wartet am Nachmittag zunächst das Duell in Hartberg, ehe am Abend Sturm und Salzburg den Spieltag mit viel offenem Ausgang beschließen. Die einen wollen nach dem Celje-Dämpfer zurück in die Spur, die anderen ihre makellose Saisonserie verteidigen. Auf den Rängen wird das spätestens beim ersten harten Zweikampf jeder merken.
